Das „Königreich Spanien“, wie das Land offiziell heißt, ist seit 1978 ein demokratischer Staat. Die Hauptstadt des Landes ist Madrid. 1986 wurde Spanien Mitglied in der heutigen Europäischen Union. Der Euro ist wie in Deutschland auch hier seit 2002 das offizielle Zahlungsmittel und ersetzt die „Peseten“.
In Spanien leben derzeit mehr als 44 Millionen Einwohner auf einer Fläche von rund 505.000 Quadratkilometern. Das spanische Festland grenzt in den Pyrenäen an Frankreich und Andorra sowie im Westen an Portugal. Außerdem hat Spanien riesige Küstengebiete am Atlantischen Ozean und dem Mittelmeer. Ebenfalls zu Spanien gehören die afrikanischen Städte Ceuta und Melilla sowie die Balearen-Inseln im Mittelmeer und die Kanarischen Inseln im Atlantik.
Spanien hat 17 Autonome Gemeinschaften beziehungsweise Regionen, die über teils sehr unterschiedliche Niveaus an Selbstbestimmung verfügen.
In allen Teilen des Landes ist das Spanische (castellano) offizielle Amtssprache. Jedoch ist sie dies nicht immer allein, und sie ist in bestimmten Regionen auch nicht notwendigerweise die am meisten gesprochene Sprache.
Im Südosten Spaniens, in Katalonien, wird beispielsweise vorwiegend katalanisch gesprochen – eine Sprache, die sowohl dem Spanischen als auch dem Französischen ein wenig ähnelt. Im Baskenland im Nordosten des Landes wiederum ist das Baskische sehr verbreitet. Dagegen ist in Galizien, im Nordwesten Spaniens, Galizisch ebenfalls Amtssprache.
In vielen Regionen gibt es außerdem Dialekte und Abwandlungen des Castellanischen Spanisch oder des Katalonischen. Ein Beispiel für die letztgenannte Variante ist das Mallorquinische auf den Balearen. Zudem existieren in einigen Regionen weitere Minderheitssprachen.
Die größten und berühmtesten, überregionalen Zeitungen in Spanien sind „El País“, „El Mundo“ und „ABC“. Viel gelesene Sport-Tageszeitungen sind „Marca“ und „As“. Die meisten Spanier lesen jedoch regionale Zeitungen wie beispielsweise „Diario Vasco“ oder „Diario de Mallorca“.
Durch seine geographisch einmalige Lage hat Spanien sechs verschiedene Klimazonen. Das heißt, das Gerücht in Spanien sei es immer warm und sonnig mag zwar in bestimmten Regionen durchaus treffend sein, in anderen Teilen stimmt dies wiederum überhaupt nicht:
An der nördlichen Atlantikküste herrscht das Atlantische Klima, mit vielen Niederschlägen – besonders im Winter – und durchgängig milden Temperaturen. Im Zentrum Spaniens gibt es durch das ozeanisch-kontinentale Klima recht kalte Winter und heiße Sommer. Im südlicheren Spanien überwiegt das kontinentale Mittelmeerklima, das besonders in Frühling und Herbst viele Niederschläge bringt und zu ebenfalls heißen Sommern und kalten Wintern führt.
Auf den Balearen, aber auch an der Südküste Spaniens ist das berühmte Mittelmeerklima zu finden, mit teils starken Niederschlägen in Herbst und Frühjahr, dafür aber milden Wintern und heißen Sommern. Das subtropische Klima kommt auf den Kanaren vor, wo es praktisch gar keinen Winter gibt. Die Niederschläge hängen hier sehr stark von den einzelnen Regionen ab.
In den höheren Gebirgen und vor allen Dingen in den Pyrenäen überwiegt wiederum das Gebirgsklima, was sich durch lange und sehr kalte Winter sowie sehr kurze und doch eher kühle Sommer auszeichnet.
Der höchste Berg Spaniens ist auf der Kanaren-Insel Teneriffa zu finden: der Pico del Teide mit 3.718 Metern Höhe. Der höchste Berg des Festlandes gehört zum Gebirge Sierra Nevada – der Mulhacén mit 3.482 Metern.
Die Nordküste Spaniens ist eher schroff, da sich die Gebirge des Nordens bis fast ans Meer heranziehen. Dadurch ist die Küste oft unzugänglich, es sei denn Flüsse haben im Laufe der Zeit kleinere Ebenen geschaffen.
An der Süd- und Ostküste Spaniens gibt es dagegen viele, gut zugängliche Buchten, die hin und wieder von Felsvorsprüngen und Gebirgen unterbrochen werden.
Die größten Flüsse Spaniens sind der Ebro, Duero und Tajo.