Spanisch lernen in Spanien

Wirtschaft

Spanien trat 1986 der EU bei und führte 2002, ebenso wie Deutschland, den Euro als offizielles Zahlungsmittel ein. Die Mitgliedschaft in der heutigen EU war ein maßgeblicher Faktor für den wirtschaftlichen Aufschwung Spaniens.

Bauarbeiter in BarcelonaDie Wirtschaftspolitik des früheren Ministerpräsidenten José María Alfredo Aznar López, die sich für die Liberalisierung, Privatisierung und Deregulierung der Wirtschaft einsetzte und auch einige entsprechende Steuerreformen auf den Weg brachte, bewirkte eine stark fallende Arbeitslosigkeit, die bis heute unter der Regierung Zapateros andauert. Von mehr als 20 Prozent arbeitsloser Erwerbsfähiger in den frühen 1990-er Jahren, sank die Zahl der Arbeitslosen auf inzwischen 7,6 Prozent im Oktober 2006.

Starkes Wachstum und Sorgen um die Nachhaltigkeit

Die Bauindustrie ist einer der stärksten Wirtschaftszweige SpaniensSpanien hat derzeit mit Wachstumsraten von mehr als drei Prozent eine starke Konjunktur. Es gibt jedoch ernsthafte Bedenken, dass dieses Wirtschaftswachstum nicht nachhaltig ist. Die Wirtschaft stützt sich nämlich größtenteils auf den Massentourismus, die Bauindustrie und herstellende Sektoren. Außerdem hat Spanien eine der niedrigsten Investitionsraten in Forschung, Entwicklung und Bildung in der EU. Dies ist ein großes Problem für die spanische Wirtschaft, denn die meist schlecht ausgebildeten spanischen Arbeitskräfte können preislich längst nicht mehr so stark mit anderen konkurrieren wie noch vor wenigen Jahrzehnten. In Folge dessen werden viele Herstellungsarbeitsplätze ins Ausland - hauptsächlich nach Osteuropa und Asien - verlagert.

Struktur der Wirtschaft

Mit 67 Prozent ist der Großteil der spanischen Wirtschaft auf Dienstleistungen ausgerichtet. 18 Prozent macht die verarbeitende Industrie aus, die Bauwirtschaft 9 Prozent. Die Landwirtschaft ist mit 3 Prozent jedoch eher klein, obwohl 54 Prozent der Landesfläche landwirtschaftlich genutzt werden. Weizen und Reis, Gemüse, Oliven, Weintrauben, Zuckerrüben, Zitrusfrüchte, Fleisch und Milchprodukte sowie Seefisch und Meeresfrüchte sind die gängigsten Produkte der spanischen Landwirtschaft.

Tourismus

Spanien ist nach Frankreich das zweitbeliebteste Urlaubsland aller Touristen weltweit. Dadurch kommen 7 Prozent aller Reisenden in das spanische Königreich. Katalonien ist dabei die wichtigste Region Spaniens, denn etwa ein Viertel aller Touristen kommen hierher. Die wichtigsten weiteren Tourismus-Regionen sind die Balearen, Andalusien sowie Valencia.

Mallorca: Massentourismus, Fischerei und Bauindustrie



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